Kinan Moukhmalji drosselt Trainingsintensität, um weitere Verletzungen zu verhindern

Bericht

SSV-Trainer Kinan Moukhmalji drosselt Trainingsintensität, um weitere Verletzungen zu verhindern

Kinan Moukhmalji ist ein Trainer, der immer vollen Einsatz von seinen Spielern verlangt. Auch in den Übungseinheiten. Nur wenn es richtig zur Sache geht, ist der Coach des Siegburger SV 04 zufrieden. Doch zuletzt sah sich der 46-Jährige gezwungen, seine Mittelrheinliga-Fußballer in ihrem Eifer zu bremsen. Zu groß ist die Angst vor weiteren Verletzungen. „Mittlerweile zucke ich schon bei jeder Grätsche zusammen“, sagt Moukhmalji, der auf acht Akteure verweist, die momentan entweder verletzt oder angeschlagen sind. Fast alle von ihnen sind Stammspieler.

Damit sich das Lazarett nicht weiter vergrößert, drosselte der Siegburger Trainer unter der Woche die Trainingsintensität. Spielformen auf engem Raum und harte Zweikämpfe sind derzeit Tabu. Am Dienstag ließ Moukhmalji seine Mannschaft sogar extra lange warmlaufen. „So waren schon mal 20 Minuten rum, in denen eigentlich nichts passieren konnte“, so der Coach.

Im Duell beim SV Breinig (1:2) hatte die Siegburger Verletztenmisere einen neuen Höhepunkt erreicht. Nachdem Christian Schnitzler bereits nach einer halben Stunde aufgrund eines Muskelfaserrisses das Feld verlassen hatte, musste auch der für ihn eingewechselte Florian Hahn noch vor dem Pausenpfiff runter. Der Innenverteidiger hatte nach einem Revanchefoul eines Breiniger Spielers eine Quetschung des Innenmeniskus davongetragen. Der 24-Jährige kommt zwar um eine Knie-Operation herum, doch die Hinrunde ist für ihn wohl gelaufen.

Besonders bitter: Moukhmalji hatte Schnitzler eigentlich gar nicht aufbieten wollen, doch aufgrund mangelnder Alternativen im Mittelfeld ging er das Risiko ein. „Ich hatte es irgendwie schon geahnt, denn Chris war nicht hundertprozentig fit“, so der SSV-Coach. Den gleichen Fehler wolle er nicht noch einmal machen, sodass die angeschlagenen Zakaria Harrach (Syndesmosebandanriss) und Tobias Günther (Muskelfaserriss) im anstehenden Spiel gegen Viktoria Arnoldsweiler (So., 14.45 Uhr) maximal einen Kurzeinsatz erhalten werden.

Vor allem das Fehlen von Regisseur Günther, der erst zwei Ligaspiele bestritten hat, wog zuletzt schwer. „Er ist von seiner Erfahrung und Spielweise her nicht zu ersetzen“, sagt Moukhmalji. Das Gleiche gelte für seinen zentralen defensiven Mittelfeldspieler Arne Vignold (Bandscheibenvorfall): „Auch er fehlt uns an allen Ecken und Enden.“ Auf Linksverteidiger Markus Wipperfürth (Rückenblessur) muss der Coach ebenfalls verzichten.

In der Offensive ist die Personalnot am größten: Ohne Felix Heinz, der sich bei seinem Comeback in Friesdorf (0:2) prompt wieder einen Muskelfaserriss zugezogen hatte, fehlte es den 04ern zuletzt spürbar an Tempo auf dem Flügel. Weil mit Christian Brückers (Sprunggelenksverletzung) und Schitzler zwei Alternativen ausfallen und Harrach keine Option für die Startelf ist, muss Moukhmalji auch am Sonntag improvisieren. Gut möglich, dass Christopher Mai, der in Breinig sein Startelf-Debüt feierte, auf die Außenbahn rückt und Robin Pöttgen die Spielmacher-Position übernimmt. Beide zählten im jüngsten Duell zu den Aktivposten.

Nicht zuletzt dank ihnen ist Moukhmalji keineswegs bange zumute. Zumal der SSV trotz der vielen Ausfälle prächtig dasteht. Der Rückstand auf den zweitplatzierten TV Herkenrath beträgt einen Punkt – und das, obwohl man ein Spiel weniger absolviert hat als der Rivale aus Bergisch Gladbach. „Wir sind absolut im Soll“, sagt der Trainer. Ohne die Verletzten-Flut hätte man trotzdem „den einen oder anderen Punkt mehr auf dem Konto“, betont er. Am Sonntag peilen die 04er den nächsten Dreier an. „Meine Jungs werden wie in Breinig alles raushauen und wieder wie die Wahnsinnigen marschieren“, sagt Moukhmalji. Und sich hoffentlich nicht dabei verletzen, ist man geneigt zu denken.

(Autor: T. Miebach / Foto: Bröhl)

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